Bauch straffen: Risiken und Komplikationen

Bauch straffen

Jede Operation, egal ob klein oder groß, ist mit möglichen Risiken oder Komplikationen behaftet, auf die Sie der Chirurg vor dem Eingriff immer hinweisen sollte. Je mehr Sie die vom Arzt erwähnten Verhaltensmaßnahmen in der Ausheilungsphase beherzigen, desto weniger Komplikationen zeigen sich im Verlauf.

Zu den intraoperativen Komplikationen zählen die Unverträglichkeit des Narkosemittels (führt meist anschließend zu Übelkeit und Erbrechen) sowie die ausgedehnte Blutung durch Verletzung größerer Gefäße (selten, da im zu operierenden Areal hauptsächlich feine Gefäße liegen). Eine gute Blutstillung während des Eingriffs (z.B. durch Ligatur, Clip oder auch Elektrokoagulation) dient hier der Vermeidung.

Hämatome und Schwellungen nach der Operation sind normal. Das in das Gewebe gelaufene Blut verteilt sich in den kommenden Tagen und wird langsam abgebaut. Schwellungen können durch Kompression, Kühlung und Salben rasch gemildert werden.

Eine totale Bauchdeckenplastik stellt, bedingt durch die große Fläche, ein deutlich erhöhtes Risiko für Wundinfektionen dar. Eine gute prä-, intra- und postoperative Hygiene ist hierbei ein absolutes Muss. Bei Befall mit Bakterien wird meist antibiotisch behandelt, zum Teil erfolgen auch Revisionen, um eitrige Belege oder infiziertes Gewebe zu entfernen.

Nachblutungen zeigen sich unter anderem dann, wenn keine körperliche Schonung erfolgt. Hierdurch können z.B. verödete Gefäße aufreißen oder platzen, das Blut in den Wundbereich laufen.

Die sich entwickelnde Narbe sollte ausreichend gepflegt werden, um sie fein und unauffällig zu halten. Hierzu zählen, neben dem Geschmeidig halten mit Ölen oder Lotionen, auch das Meiden von schwerer körperlicher Arbeit in den kommenden zwei bis drei Monaten sowie der Verzicht von starker Sonneneinstrahlung. Eine breit gezogene, wulstig verformte oder farblich veränderte Narbe ist deutlich sichtbar oder kann auch Schmerzen verursachen. Die Revision durch Exzision und neuem Verschluss der Haut führt meist zu einer nicht mehr so fein ausgebildeten Narbe wie sie beim Primäreingriff zu erwarten ist.

Neben Schmerzen in den ersten Tagen der Wundheilung, die bei Unerträglichkeit unter anderem medikamentös behandelt werden können, kann es auch zu Empfindungsstörungen im Bauchdeckenbereich kommen. Diese sind in den meisten Fällen jedoch temporär.

Nicht immer kann die Bauchdecke durch den Eingriff vollständig gestrafft werden. Durch verschiedene Ursachen bilden sich während der Ausheilung Dellen oder Falten, die der Korrektur bedürfen. Der notwendige Aufwand ist meist sehr gering, die Beseitigung erfolgt daher vielfach ambulant.

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